Umweltpreis für Gastwirte
Saisonal, regional und biologisch
Die Preisträger des Umweltpreises der Verbandsgemeinde Montabaur stehen fest. Sie kommen aus dem Gastgewerbe und haben sich durch die gute Qualität ihres Essens von der Konkurrenz abgehoben.
Montabaur. «Gesund und genussreich aus der Region» lautete das Motto des Umweltpreises 2010, der jetzt in Montabaur verliehen wurde. Der Wettbewerb, der gezielt für Betriebe des Gaststätten- und
Beherbergungsgewerbes im Gebiet der Verbandsgemeinde ausgeschrieben wurde, wird seit 1997 im Turnus von zwei Jahren verliehen.
Den ersten Preis gewann das Landhotel «Rückerhof» in Welschneudorf von Inhaber Jens Rücker, der sich bei der offiziellen Verleihung am Montag im Montabaurer Rathaus sichtlich geehrt fühlte: «Der
ganze Wettbewerb hat mir richtig Spaß gemacht, obwohl er mit viel Aufwand verbunden war. Wir mussten alles in Bezug auf unsere Speisen dokumentieren: Welche Produkte wir verwendeten, wo diese
herkamen, welche Essen wir zubereiteten und, und, und ...» Es sei für ihn eine große Ehre, im Kreis der vier besten Betriebe dabei zu sein.
Sein Betrieb überzeugte besonders mit der Initiative «Kräuterwind», an der er sich mit der ausschließlichen Nutzung von heimischen Kräutern beteiligt. Dazu hat der «Rückerhof» einen umfangreichen
Kräutergarten angelegt, der ganzjährig die Küche versorgt. Für seine Leistung bekam der Preisträger eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro von Ortsbürgermeister Edmund Schaaf
verliehen.
Den zweiten Platz, der mit 200 Euro dotiert war, errang das Hotel Schloss Montabaur, das durch Manager Frank Schmidt vertreten war. Den dritten Platz erhielt die Freimühle in Girod von Ute und Ingrid
Haßler, die für ihre Mühen mit 200 Euro entlohnt wurden, und den vierten Platz in Höhe von 100 Euro gewannen die Inhaberinnen Heike Reinirkens und Elmar Hullermann des Restaurants «el Mare» in
Montabaur.
Nach den Kriterien saisonal, regional und biologisch wurde das Produktangebot der Teilnehmer genauer unter die Lupe genommen. Die Umweltbeauftragte Constanze Wunderlich und die Tourismusbeauftragte
Karin Maas der Verbandsgemeinde besuchten in der Zeit vom 1. April 2009 bis zum 31. April 2010 sämtliche Betriebe. Die Einzelgespräche mit den Inhabern und das Testen des Betriebes machte den beiden
sichtlich Spaß. «Das war mit Sicherheit unsere schönste Aufgabe in diesem Jahr», sagte Constanze Wunderlich. Außerdem musste anhand von Rechnungskopien belegt werden, dass die Betriebe regionale oder
biologische Waren gekauft hatten.
«Der Wettbewerb schafft mehr Bewusstsein auf die eigene Qualität zu achten,» sagte Jens Rücker. «Der Umweltpreis ist ein Ansporn zur Selbstkontrolle – vielleicht zukünftig auch für immer mehr
Gastronomiebetriebe.»
Pressebericht vom 04. August 2010 aus der "Nassauische Neue Presse"
